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Desta Mender – das Dorf der Freude

Ein Teil der Patientinnen benötigen Langzeitpflege. Wenn die Frauen z.B. einen künstlichen Darm- oder Harn-Ausgang brauchen, können sie nicht mehr in ihre Dörfer zurückkehren. Die hygienischen Verhältnisse dort sind äußerst mangelhaft und den Frauen steht keinerlei medizinische Versorgung zur Verfügung.

Kohlanbau_fistula_aussenzentrum

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Langzeitpatientinnen allmählich so gestiegen, dass es für sie am Krankenhaus weder genug Arbeit noch Unterbringungskapazitäten gibt. 15 km vom Krankenhaus entfernt auf rund 2,5 qkm Land wurde Desta Mender gegründet – was in Amharisch so viel heißt wie "Dorf der Freude". Alle Frauen erhalten Schul- und Handarbeitsunterricht sowie eine Berufsausbildung.

 

Die Hühnerzucht in Desta Mender

 

 

 

Sie arbeiten in der Landwirtschaft oder werden zu Schneiderinnen und Köchinnen ausgebildet.

 

destamender_kueheEs ist eine Molkerei entstanden und einige Frauen arbeiten auch als Pflegehelferinnen im Fistula-Hospital und den Außenzentren. So können die Frauen selbst etwas Geld verdienen und relativ unabhängig leben. Auf diese Weise gewinnen sie nach und nach wieder ihr eigenständiges Leben zurück.

 


2014
Das Dorf „Desta Mender“ ist inzwischen auch ein beliebter Ort für Konferenzen. Das Rehabilitationszentrum ist mehrmals im Monat für Tagungen belegt. Das dortige von den Patientinnen geleitete Juniper Cafe führt dabei die Bewirtung durch.
Beletshachew, die Leiterin von Desta Mender ist sehr bemüht, dass jede der Langzeitpatientinnen eine Berufsausbildung erhält und soweit als möglich wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden kann. Viele dieser Frauen arbeiten auch als Schwesternhelferinnen im Krankenhaus in Addis Abeba oder den Außenzentren.
Andere haben sich als Schneiderinnen oder mit einem Kaffeehaus selbstständig gemacht. Und nicht zuletzt arbeiten die Frauen, die ja alle aus ländlichen Gebieten kommen, in der Landwirtschaft. Die Hühner werden zum Hausgebrauch gehalten und man konzentriert sich auf Viehzucht. Beletshachew ist eine sehr engagierte Leiterin, die zusammen mit ihrer Familie auch eines der Häuser in Desta Mender bewohnt.


Das Rückgrat des Krankenhauses aber sind die Pflegehelferinnen. Alle sind ehemalige Patientinnen. Sie arbeiten in der Küche, Wäscherei, Näherei und in der Pflege. Als ehemalige Patientinnen wissen sie genau, was in den Frauen vorgeht und können sie so emotional unterstützen.

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